Tür No.9 ist ein Gedicht ...

An eine Landratte

 

Hörst du das Rauschen vor dem Bug,

herrlich Klang in Seemannsohren?

Wie das Schiff grollend bricht die Flut,

und achtern den Klabautermann rumoren?

 

Spürst du das Schlingern unter Planken,

sein Irren in der weiten Dunkelheit?

Wie die Segel schlagen gegen Wanten,

des Schiffers Mute und Bedachtsamkeit?

 

Siehst du Wogen wachsen aus der Tiefe,

die sterbend auf dem Schiff zerschell‘n?

Manch Einer lieber schliefe,

gleichwohl die Winde Segel schwellen?

 

Denn so mächtig ist des Meeres Leben –

und treibt der Kahn in Richtung Lee,

dann soll dir Grendel stets vergeben,

dann schmeckst du bitt‘res Salz der See.

 

Tief unten, schlafend unter Wasserlast,

liegt der Krake auf feuchtem Grunde.

Möcht dir zeigen sein‘ Palast –

aber noch ist nicht deine Stunde!

 

Und siehst du dann, mit einem Male,

das Schiff, sich aufbäumen aus funkensprühender Gischt,

wie des Atem riesenhafter Wale …

Kennst du den Ort? Du kennst ihn nicht?

 

Nun, aber ich!