Tür No.19 muss dran glauben

Aberglaube in der Seefahrt – kein Mythos

 

Aberglaube ist bei Seeleuten weit verbreitet. Um sich zu schützen, wurde auf vielfältige Weise versucht, die unsichtbaren feindlichen Kräfte zu besänftigen:

 

 

Um eine gute Fahrt zu bekommen, wurden zu Fahrtbeginn Münzen über Bord geworfen.

Als Unglückstag galt der Freitag und das Schiff blieb im Hafen, Sonntag war dagegen ein guter Tag.

 

Die Seelen der toten Seeleute wohnen in Albatrossen, Möwen und Sturmvögeln.

Katzen an Bord brachten Glück (Dazu gibt es bei Wikipedia einen Artikel über die Bordkatze der Bismarck).

Frauen dagegen brachten Unglück! Jeder kann sich denken, warum …

 

Pfeifen auf See

Stürme gehörten zu den gefährlichsten Erlebnissen auf See, daher war das Pfeifen an Bord verboten. Da einige Pfeiftöne in der Takelage dem Geräusch eines Sturmes glichen, glaubten die Seeleute, dass durch dieses Pfeifen auf magische Weise ein Sturm herbeigerufen werden könnte. Somit wurde das Pfeifen an Bord eines Schiffes als Heraufbeschwörung eines Unwetters angesehen.

 

Das Kratzen am Mast sollte hingegen Wind herbeirufen.

 

Die Schiffsglocke diente ursprünglich zum Vertreiben böser Meeresgeister, die den Schiffen folgten und nur auf eine Gelegenheit warteten, ihnen zu schaden oder sie zu vernichten. Die Meeresgeister vertrugen keine lauten Geräusche, und wenn die Schiffsglocke erklang, verschwanden sie.

Pferdeglocken, Kuhglocken und Schellen am Saum von Priestermänteln befestigt, dienten ebenfalls dem Zweck, Dämonen zu vertreiben.

 

 

Meerjungfrauen

Meist handelt es sich um ein seelenloses oder verdammtes Wesen, das nur durch die Liebe eines menschlichen Gemahls von seinem Schicksal befreit werden kann.

 

Na, neugierig geworden? Meine allererste Kurzgeschichte „Sturmgesang“ handelt von ebendiesen Wesen des Meeres.

Leseprobe gefällig? Dann weiterhin am Ball bleiben und fleißig Türchen geöffnet!